Versicherungsmakler und Finanzanlagenvermittler
Ich lese die Bedingungen, bevor ich etwas empfehle. Auch die Seiten, die sonst niemand liest.
Ich habe in einer Bank gelernt und mich von Anfang an tief in die Produkte eingearbeitet. Genau das wurde dort zum Problem: Die Auswahl war auf das eigene Haus beschränkt, und ich konnte niemandem guten Gewissens etwas empfehlen, wenn ich wusste, dass es am Markt eine bessere Lösung gibt — eine, die ich nur nicht anbieten durfte.
Heute bin ich Makler, weil ich damit auf der richtigen Seite des Tisches sitze. Ich habe keinen Produktkatalog, den ich abarbeiten muss, sondern den Markt, der einem Makler offensteht — und ich bin rechtlich dir verpflichtet, nicht einer Gesellschaft.
Geblieben bin ich wegen eines Moments, der sich ständig wiederholt: Jemand legt seine Verträge auf den Tisch, wir gehen sie einmal komplett durch, und danach kann er zum ersten Mal selbst erklären, wofür er jeden Monat zahlt. Das motiviert mich jedes Mal aufs Neue.
Arbeitskraft absichern
Berufsunfähigkeit, Grundfähigkeit, Erwerbsunfähigkeit. Für die meisten in deinem Alter der wichtigste Vertrag überhaupt — und gleichzeitig der, bei dem man am meisten falsch machen kann. Ich frage anonym bei mehreren Gesellschaften an, bevor irgendein Antrag rausgeht, vor allem wenn Vorerkrankungen im Spiel sind.
Private Krankenversicherung an Statuswechseln
Verbeamtung, Überschreiten der Jahresarbeitsentgeltgrenze, Start in die Selbstständigkeit. Das sind die Momente, in denen eine Entscheidung für Jahrzehnte wirkt — und sie fällt fast immer unter Zeitdruck. Da lohnt es sich, vorher jemanden zu fragen, der die Bedingungen kennt und nicht nur den Beitrag.
Die Reihenfolge nach DIN 77230
Die häufigste Schieflage ist nicht ein schlechter Vertrag, sondern die falsche Reihenfolge: Sparplan steht, Arbeitskraft nicht. Die DIN 77230 ist eine Norm des Deutschen Instituts für Normung, die genau diese Reihenfolge festlegt. Ich arbeite danach, damit die Bewertung nachvollziehbar ist und nicht von meiner Laune abhängt.
Bestehende Verträge lesen
Bedingungsvergleich statt Beitragsvergleich. Oft ist das Ergebnis, dass ein Vertrag bleibt, wie er ist. Das sage ich dann auch, obwohl ich daran nichts verdiene.
Bevor bei mir ein Antrag zur Arbeitskraftabsicherung rausgeht, gehe ich die Gesundheitshistorie der letzten Jahre durch — Arztbesuche, Diagnosen, Befunde — und frage damit anonym bei mehreren Gesellschaften an. Das kostet zwei bis drei Wochen zusätzlich. Dafür weiß ich vorher, wer zu welchen Bedingungen annimmt. Und es landet keine Ablehnung in einer Akte, die dir bei jedem weiteren Antrag der nächsten Jahre im Weg steht.
„Was verdienst du eigentlich daran?“
Courtage. Sie ist in den Beitrag der Tarife, die ich vermittle, bereits einkalkuliert — du zahlst nichts obendrauf. Schließt du denselben Tarif direkt beim Versicherer ab, zahlst du denselben Beitrag, nur ohne jemanden, der die Bedingungen für dich gelesen hat und im Leistungsfall an deiner Seite steht.
Das heißt aber auch: Ich verdiene, wenn ein Vertrag zustande kommt. Deshalb sage ich dir vorher, wenn ein bestehender Vertrag besser ist als alles, was ich dir anbieten könnte — und deshalb bekommst du von mir jede Empfehlung mit dem Nachteil dazu. Was du damit machst, entscheidest du.
Daneben gibt es Nettotarife, bei denen keine Vergütung im Beitrag steckt und meine Arbeit über ein Honorar läuft. Wenn das für dich die günstigere Variante ist, spreche ich dich von mir aus darauf an.
Damit wir für dich beim Versicherer auftreten dürfen, unterschreibst du einen Maklervertrag. Der klingt nach mehr, als er ist.
Was er bedeutet: Wir dürfen deine Verträge einsehen, mit den Gesellschaften in deinem Namen sprechen und dich im Leistungsfall vertreten. Gleichzeitig verpflichtet er uns auf deine Interessen — wir schulden dir Beratung und deren Dokumentation und haften dafür.
Was er nicht bedeutet: Er kostet dich nichts, verpflichtet dich zu keinem Abschluss und bindet dich nicht auf Zeit. Du kannst ihn jederzeit kündigen; deine Verträge laufen davon unberührt weiter.
Eine Altersvorsorge, die 31.215 € mehr bringt
Ausgangslage. Ein Mandant kam mit einer laufenden fondsgebundenen Rentenversicherung zu mir: 250 € im Monat, dazu eine Zahlung zu Vertragsbeginn, 37 Jahre Laufzeit, alle drei Jahre steigt der Beitrag. Der Vertrag lief. Die Frage war nur: Ist er gut?
Was ich gefunden habe. Ich habe ihn über ein finanzmathematisches Gutachten gegen einen kostengünstigeren Tarif rechnen lassen. Gleiche Beiträge, gleiche Laufzeit, dieselbe angenommene Marktrendite, derselbe Steuersatz — der einzige Unterschied liegt in den Kosten. Über die Laufzeit summieren sie sich im bestehenden Vertrag auf 50.775 €, im günstigeren Tarif auf 35.072 €. Das sind 15.704 € Unterschied, bei identisch eingezahlten 153.082 €.
Was daraus wurde. Die Rechnung lag auf dem Tisch, und der Mandant ist gewechselt. Der günstigere Tarif kommt in der Modellrechnung auf eine Ablaufleistung von 374.166 € nach Steuern statt 342.951 € — ein Unterschied von 31.215 € oder 9,1 %. Vor Steuern sind es 37.026 € oder 9,8 %. Die Rendite nach Kosten und Steuern steigt von 4,16 % auf 4,57 %.
Was das für die Rente bedeutet. Zu Rentenbeginn stehen rund 31.000 € mehr zur Verfügung — bei exakt denselben Einzahlungen. Was daraus monatlich wird, hängt davon ab, wie das Kapital verrentet wird. Teilt man es schlicht über zwanzig Jahre auf, sind es rund 130 € mehr im Monat. Zwanzig Jahre lang.
Eine Berufsunfähigkeit, die im Ernstfall nicht gehalten hätte
Ausgangslage. Eine Mandantin kam mit einer bestehenden Berufsunfähigkeitsversicherung. Die vereinbarte Rente lag deutlich unter dem, was sie zum Leben braucht — der Vertrag hätte den Wegfall ihres Einkommens nicht aufgefangen.
Was ich gefunden habe. Beim Durchgehen des Antrags zeigte sich, dass die Gesundheitsfragen teils falsch und teils gar nicht beantwortet waren. Erklärt hatte ihr niemand, worauf es dabei ankommt: Wer hier etwas auslässt, auch unabsichtlich, riskiert, dass der Versicherer im Leistungsfall nicht zahlt. Der Vertrag hätte sie also womöglich genau dann im Stich gelassen, wofür sie ihn abgeschlossen hatte.
Was daraus wurde. Ich habe zuerst ihre Gesundheitsakte bei der Krankenkasse angefordert und auf dieser Grundlage anonyme Risikovoranfragen gestellt — anonym, damit keine Ablehnung in einer Akte landet. Über einen Marktvergleich habe ich daraus den Tarif mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis ausgewählt. Das Ergebnis: eine deutlich höhere Absicherung, Gesundheitsangaben, die auf der Akte beruhen statt auf Erinnerung — und ein Beitrag, der kaum über dem alten liegt.
Die Zahlen im ersten Fall stammen aus einer finanzmathematischen Untersuchung nach anerkannten versicherungs- und finanzmathematischen Verfahren. Es ist eine Modellrechnung mit angenommener Marktrendite — kein garantierter Wert und kein Angebot. Beide Fälle sind anonymisiert und beschreiben je einen Einzelfall.
Eintrag im Vermittlerregister prüfen · Erstinformation ansehen
Sport nimmt bei mir viel Raum ein. Meine Hauptsportart ist Krafttraining, mit Schwerpunkt auf den Grundübungen: Kniebeuge und vor allem Kreuzheben. Letzteres ist meine Lieblingsübung — dort bin ich inzwischen bei über 180 Kilogramm im Training.
Dazu kommen Extremmärsche. Mein persönlicher Rekord ist der Große Schlackenmarsch 2026: 100 Kilometer in 15 Stunden und 59 Minuten. Und ich liebe die Alpen — Zugspitze und Watzmann habe ich bestiegen.
Aktuell kommt Lauftraining dazu, mit der Ambition, irgendwann einen Marathon zu laufen.
Beides hat denselben Kern: Es zählt nicht der eine gute Tag, sondern dass man über Jahre dranbleibt. Beim Vermögensaufbau ist das nicht anders.
Meine Mandanten bitte ich nach der Beratung um eine Bewertung — nachlesen kannst du sie beim Bewertungsportal WhoFinance.
Quelle
14 geprüfte Bewertungen
auf whofinance.de — dem unabhängigen Bewertungsportal für Finanzberatung
Bewerten kann dort nur, wer tatsächlich beraten wurde. Wir haben keinen Einfluss darauf, was geschrieben wird — und können nichts löschen lassen.
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